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Ratgeber

Was kostet eine Hochzeit? So rechnet ihr es für eure eigene aus

Auf diese Frage gibt es keine ehrliche Zahl, die für alle gilt. Es gibt aber eine Rechnung, die für eure Hochzeit stimmt, und sie beginnt bei der Gästezahl.

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Warum es keine Durchschnittszahl gibt

Wer nach den Kosten einer Hochzeit sucht, findet viele Zahlen und keine verlässliche. Eine amtliche Statistik gibt es in Österreich nicht. Was im Umlauf ist, stammt aus Umfragen von Hochzeitsportalen, und ein Durchschnitt aus einer Feier im Gasthaus mit 30 Gästen und einem Fest im Schloss mit 150 sagt über eure Hochzeit nichts.

Was eure Hochzeit kostet, hängt an vier Dingen: wie viele Gäste kommen, wo ihr feiert, an welchem Tag und wie viel ihr selbst macht. Die ersten beiden entscheiden den Großteil.

Die Rechnung, die für euch stimmt

Hochzeitskosten bestehen aus zwei Arten von Posten.

Kosten pro Gast: Menü, Getränke, oft auch Sektempfang, Mitternachtsimbiss und Papeterie. Sie wachsen mit jeder Zusage.

Feste Kosten: Miete der Location, Fotograf:in, Musik, Outfits, Ringe, Blumen, Gebühren. Sie sind für 60 Gäste fast dieselben wie für 120.

Daraus ergibt sich die Rechnung:

Gästezahl × Preis pro Person + feste Posten + Puffer = euer Budget

Ein Beispiel mit angenommenen Zahlen: 80 Gäste und 110 Euro pro Person für Menü und Getränke ergeben 8.800 Euro. Das ist kein Richtwert, sondern eine Annahme, um die Rechnung zu zeigen. Den Preis pro Person für eure Feier nennt euch die Location oder das Catering, und erst mit diesem Angebot wird die Rechnung echt.

Der Budgetrechner macht die Rechnung in beide Richtungen: vom Gesamtbudget zum Betrag pro Gast, und von einzelnen Angeboten zurück zur Summe.

Die Posten im Überblick

Posten Was dazugehört Hängt an der Gästezahl?
Location, Essen & Getränke Saalmiete, Menü, Getränke, Service ja
Fotografie & Video Reportage, Album, Film nein
Outfits & Styling Kleid, Anzug, Schuhe, Frisur, Make-up nein
Musik & Unterhaltung DJ oder Band, Technik nein
Blumen & Dekoration Brautstrauß, Tischdeko, Licht teilweise
Ringe Eheringe, Gravur nein
Papeterie Einladungen, Menü- und Tischkarten, Porto ja
Trauung Gebühren am Standesamt, Redner:in, Kirche nein
Transport & Unterkunft Shuttle, Hochzeitsauto, Hotel teilweise
Puffer Für alles, woran niemand gedacht hat –

Als Faustregel für den Anfang: Location, Essen und Getränke machen knapp die Hälfte aus, Fotos und Outfits je etwa ein Zehntel, der Rest verteilt sich auf die kleineren Posten. Das ist ein Startpunkt und keine Statistik. Eine Feier im eigenen Garten verteilt sich anders als ein Fest im Schloss.

Was die Trauung am Standesamt kostet

Hier gibt es feste Zahlen. Die Gebühren des Bundes betragen laut oesterreich.gv.at (Stand Oktober 2026) 74 Euro für das Verfahren zur Ermittlung der Ehefähigkeit, dazu 5,45 Euro für eine Trauung im Amtsraum während der Dienststunden, 10,90 Euro außerhalb der Dienststunden und 54,50 Euro außerhalb der Amtsräume. Was euer Standesamt zusätzlich verlangt, etwa für einen Samstag oder einen besonderen Ort, legt die Gemeinde fest.

Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur Trauung am Standesamt in Österreich.

Posten, die fast immer vergessen werden

  • Trinkgelder für Service, Musik und Fahrer:innen
  • Anfahrt und Verpflegung der Dienstleister
  • Änderungsschneiderei für Kleid und Anzug
  • Porto für Save-the-Dates, Einladungen und Dankeskarten
  • Probeessen und Probetermin für Frisur und Make-up
  • Verlängerung am Abend, wenn die Feier länger dauert als gebucht
  • Unterkunft für euch selbst in der Hochzeitsnacht

Einzeln sind diese Posten klein. Zusammen sind sie der Grund, warum ein Puffer von fünf bis zehn Prozent ins Budget gehört.

Wo sich wirklich sparen lässt

  • An der Gästezahl. Kein anderer Hebel wirkt so stark, weil er den größten Posten trifft.
  • Am Termin. Ein Freitag oder ein Termin außerhalb der Saison ist bei vielen Locations und Dienstleistern günstiger.
  • An der Dauer. Fotograf:in und Musik werden oft nach Stunden gebucht. Wer weiß, welche Stunden zählen, bucht nicht den ganzen Tag.
  • Nicht am Puffer. Wer ihn streicht, zahlt die vergessenen Posten trotzdem, nur ungeplant.

So behaltet ihr die Kosten im Griff

Ein Budget entsteht nicht einmal, es verändert sich mit jedem Angebot. Haltet deshalb für jeden Posten zwei Zahlen fest: was ihr eingeplant habt und was es tatsächlich kostet. Tragt Anzahlungen und Restzahlungen mit ihrem Fälligkeitsdatum ein, denn viele Rechnungen kommen in den letzten zwei Wochen vor der Hochzeit.

Im Budget von Wedding Buddy ist genau das angelegt: geplante und tatsächliche Beträge, Zahlungen mit Erinnerung, und ein Preis pro Person, der mit eurer Gästeliste mitrechnet. Sagen sechs Gäste mehr zu, steigt der Posten für Menü und Getränke von selbst.

Häufige Fragen

Was kostet eine Hochzeit in Österreich im Durchschnitt?

Eine amtliche Statistik dazu gibt es nicht. Die Zahlen, die im Umlauf sind, stammen aus Umfragen von Hochzeitsportalen und liegen weit auseinander, weil sie eine Feier mit 30 Gästen und eine mit 150 in einen Topf werfen. Aussagekräftiger ist die eigene Rechnung: Gästezahl mal Preis pro Person, dazu die festen Posten.

Was ist der größte Posten bei einer Hochzeit?

Fast immer Location, Essen und Getränke. Als Faustregel macht dieser Block knapp die Hälfte des Budgets aus, und er ist der einzige, der mit jedem Gast wächst.

Wie können wir bei der Hochzeit sparen, ohne dass es auffällt?

An der Gästezahl und am Termin. Zehn Gäste weniger sparen zehn Menüs samt Getränken, und ein Freitag oder ein Termin außerhalb der Saison ist bei vielen Locations und Dienstleistern günstiger als ein Samstag im Sommer.

Was kostet die Trauung am Standesamt?

Die Gebühren des Bundes betragen im einfachsten Fall 79,45 Euro: 74 Euro für die Ermittlung der Ehefähigkeit und 5,45 Euro für eine Trauung im Amtsraum während der Dienststunden (Stand Oktober 2026, laut oesterreich.gv.at). Weitere Kosten legt das jeweilige Standesamt fest.

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